Der gemeinnützige Verein

Vor über 20 Jahren im Jahre 1995 nach einer Reise mit dem Salesianerpater Karl Oerder, bei der eindrucksvoll das Elend der Armen in Ecuador gezeigt wurde, gründete Frau Sissi Pöschl zusammen mit Landshuter Bürgern den Verein „Ecuador Licht und Schatten“. Ziel dieses Vereines war es von Anfang an und ist es auch heute noch, den armen Jugendlichen in der armen Bevölkerung Ecuadors eine Zukunftsperspektive zu geben für ein menschenwürdiges Leben.

Im Lauf der Jahre kristallisierten sich nun drei Schwerpunktorte in Ecuador heraus, auf die sich die Hilfe konzentriert. An diesen Schwerpunktorten haben wir Partner, die absolut vertrauenswürdig arbeiten, Organisationen, die das Funktionieren garantieren und ein System, das den Einsatz unseres Geldes sicherstellt. Des Weiteren sind dies Orte, wo nach wie vor die Armut besonders deutlich zu Tage tritt.

 

Es sind dies

  • Pater Marco Paredes in Guayaquil, der größten Stadt Ecuadors, mit dem Programm der Salesianer „Chicos de la Calle“, also Straßenkinder. Neben dem Einsammeln dieser Straßenkinder und dem Resozialisieren in einem vierstufigen Programm, das nach wie vor hohe Aktualität hat, ist Pater Marco fast täglich in den armen Gebieten Guayaquils unterwegs. Dort wo Hütten aus Holz, Blech oder Plastiksäcken an der Tagesordnung sind, hat ihn das Elend besonders berührt und er hatte eine Idee. Besonders aktive und fleißige Schüler dürfen mit Hilfe von Paten für ihre Eltern aus diesen armseligen Unterkünften ein ansehnliches kleines Steinhaus bauen. Damit ist Sicherheit und ein echtes eigenes Zuhause geschaffen, der Grundstock jeder Familie und jedes familiären Zusammenlebens. Dies ist ein Riesensprung zur Verbesserung der Lebensqualität. Diese Patenschaften vermittelt der Verein Ecuador Licht + Schatten und es sind bereits über 200 Häuser im Viertel Nigeria Isla Trinitaria in Guayaquil entstanden.

  • Pater Pio Baschirotto hatte vor vielen Jahren die Idee, im Norden Quitos einen Kindergarten aufzubauen. In dem großspurig Bellavista genannten Stadtviertel auf den nördlichen Hügeln Calderons, wo täglich der Wind den Staub umherpfeift, standen armselige Hütten in der sandigen, wasserlosen Hügelkette. Hat man auch von dort manchmal einen herrlichen Blick auf den Vulkan Cayambe, so ist das Leben dort oben sehr hart und trocken. Pater Pio hatte die Idee, dort für die Kinder, die tagsüber in den Hütten vegetierten, einen Kindergarten zu gründen, der aus kleinsten Anfängen sich zu einem Musterkindergarten in Calderon entwickelt hat. Unter dem Namen Laura Vicuna, der in Südamerika hochverehrten jungen Heiligen, ist ein Schmuckstück entstanden, das über hundert Kindern von zwei bis fünf Jahren bzw. auch darüber ein Zuhause bietet. Lachende Kinderaugen zeigen, dass diese Einrichtung ihre Berechtigung hat, zumal die Armut dort oben immer noch zuhause ist.

  • Im Süden Quitos, wo durch die Landflucht ebenfalls viele Favelas und Armenviertel stehen, hat die Stiftung Fundación Don Bosco ein Haus errichtet und betreibt es unter dem Namen Casa Amigos de Don Bosco. Für Schüler, also junge Menschen, bietet diese Casa Amigos Don Bosco die Möglichkeit, nach dem Schulbesuch oder vor dem Schulbesuch, also vormittags und nachmittags, ein betreutes Leben zu führen. Das heißt, sowohl Hausaufgabenhilfe wie auch Nachhilfe sowie psychologische Betreuung, Essen und Spiel bringen den jungen Menschen soziale Grundkompetenzen bei, wie Zusammenleben, Rücksichtnahme, Toleranz, Freude, Gemeinschaft, Verantwortung und Pflichtbewusstsein. In den zerrütteten Familien hätten sie keinerlei Halt und in der Casa Amigos de Don Bosco leben sie quasi in einer Großfamilie glücklich zusammen. Die Fundación Don Bosco, das Kind von Pater Pio Baschirotto, hat für den Kindergarten im Norden und diese Einrichtung im Süden im Stadtviertel Chillogallo die volle Verantwortung. Der Verein Ecuador Licht + Schatten e. V. trägt seit Jahren die volle Finanzierung sowohl für den Kindergarten als auch für die Casa Amigos de Don Bosco.

Alle Einrichtungen sind ein Muster für die effektive Hilfe für die Ärmsten Ecuadors und können natürlich besichtigt werden. Der Verein finanziert all diese mit Maßnahmen aus den zahlreichen Spenden, die der Verein hier in Landshut und Deutschland durch seine Aktivitäten einnimmt.

Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass sich Frau Sissi Pöschl mindestens alle zwei Jahre direkt vor Ort von der Effizienz des eingesetzten Geldes überzeugt. Bis heute hat der Verein keinerlei Verwaltungskosten verursacht, alles ist auf freiwilliger Basis bzw. wird gesponsert, so dass jeder eingesetzte Euro von Spendern ohne jeglichen Abzug garantiert den Armen zugute kommt. Das heißt natürlich auch, dass die Vereinsstruktur äußerst straff und knapp bemessen ist.

Ich freue mich immer, wenn Sie „Ecuador Licht und Schatten“ unterstützen.

Danke!

Sissi Pöschl
1. Vorsitzende