Jahreshauptversammlung des Vereins

Jahreshauptversammlung 2017

Vorstand und geehrte Mitglieder

Hilfsprojekte sind keine Selbstläufer

 

  1. Jahreshauptversammlung des Vereins Ecuador – Licht + Schatten

 

Manchmal sind es kleine Geschichten. Man hört sie und weiß: Das darf nicht sein. Da muss ich etwas tun. Im Fall einer Studentin war das ein Erlebnis, das sie als Grundschülerin hatte. Die Vereinsvorsitzende Sissi Pöschl war in der Schule zu Gast und erzählte von Ecuador. Auch davon, dass ein Pater im Hilfsprojekt Bleistifte zerbricht, weil nicht genügend für die Straßenkinder vorhanden sind. „Dieses Bild habe ich nie vergessen.“, schilderte Irina Lubianski in der 23. Jahreshauptversammlung des Vereins „Ecuador – Licht + Schatten“. Dass man Bleistifte zerteilt, um mehreren Kindern einen zugänglich zu machen, ist eine gute Idee. Aber selbst so ein Stift bedarf einer Spende.

 

Um die Mühe, Spendengelder für die langfristigen Projekte zu bekommen, ging es Sissi Pöschl in erster Linie. Nach der Begrüßung und Totenehrung legte sie ihren Jahresbericht vor. Die lange Liste der Spenden ergebe sich nicht von selbst. Man müsse Menschen ansprechen, anschreiben, sie über die Not in Ecuador informieren. Erst dann werden Schulkinder, ihren Geburtstag Feiernde, Benefiz-Turniere, –Konzerte und -Basare Veranstaltende, Medien, Privatpersonen, ganze Firmen und auch große Hilfsaktionen wie „Sternstunden“ vom Bayerischen Rundfunk aufmerksam und spenden. Der nächste Schritt sei, diese Gelder durch ehrenamtliche Tätigkeit zu einhundert Prozent nach Ecuador weiter zu leiten. Über einen weiteren Punkt informierte Schriftführer Xavier Carranza. Durch Einsparungen in den Projekten selbst kämen heute mehr Kinder als früher in den Genuss der Hilfe. So werde ihnen zum Trinken Wasser statt Cola angeboten. „Das spart Kosten und ist gesünder“, so Carranza.

 

Sissi Pöschl betonte, dass der transparente und effiziente Einsatz der Gelder ein wesentliches Argument für deren Spender darstelle. Immerhin seien gut 60.000 Euro pro Quartal erforderlich, damit die Projekte weiter laufen, informierte die Kassenführerin Elfriede Einberger. Derzeit entwickeln sich der Kindergarten in Calderon, die Jugendhilfe in Chichogallo und das Häuserprojekt sehr positiv. So habe man inzwischen 233 Häuser erstellt und damit die Lebensqualität der betroffenen Familien erheblich steigern können. Dafür bedankte sich die Vorsitzende bei allen Mitgliedern, Helfern und Spendern. – Nach der einstimmigen Entlastung der Vorstandschaft und der Ehrung einiger Mitglieder für 15 Jahre Treue zum Verein (siehe Kasten) berichtete die eingangs erwähnte Irina Lubianski über ihre Begegnung mit Pater Pio Baschirotto. Sie interviewte ihn vor einiger Zeit für die Landshuter Zeitung . „Er hat die Stifte zerbrochen, um sie zu vermehren.“, erinnerte sie. Sie informierte über Landflucht, das Problem mangelnden Zugangs zu Bildung. Sie referierte auch, dass die Hilfe Früchte trage und der 75-Jährige weiter an seiner Lebensaufgabe festhalte, den Ärmsten der Armen zu helfen. Wie dies konkret aussieht, zeigte eine Fotoschau, die Dorothea Klemann für den Verein zusammen gestellt hatte. Mit dem Blick in ernste, aber auch sehr fröhliche Kinderaugen sah man den Zweck des Treffens veranschaulicht. - Abschließend gab Sissi Pöschl einen Ausblick auf die künftigen Termine. Diese sind der Wohltätigkeitsball im Bernlochner Saal am 14. Oktober sowie der Weihnachtswunschbaum am 2.12.2017.  (hw) 20260

 

Folgende Mitglieder wurden für 15 Jahre Mitgliedschaft im Benefizverein geehrt:

Martin und Sonja Achter, Bernhard Barbarino, Werner Bernklau, Monika Bradac, Waltraud Brix, Felice Civitareale, Renate Dettenhofer, Elisabeth Fiedler, Gerhard Fink, Rainer Hauke, Peter Heinzel, Cem Kula, Andrea Lippert, Sigrid Rhoese, Karl-Heinz Schneider, Franz Schön, Wilhelm Stanik, Florian Stetter, Karl Thomass, Kerstin Wagner, Margit Westermeier, Elfriede und Michael Wiesner und Peter Zellhuber

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