Ana Lucia Tandazo

Ana Lucia

Alle Ballbesucher werden sich an unser kleines Bild von Ana erinnern. Dieses Mädchen ist ein hervorragendes Beispiel dafür dass auch nach 22 Jahren Arbeit des Vereins ELS auch jetzt noch viel Bedarf vorhanden ist armen Kindern zu helfen.

Ist es nicht schön zu wissen wie gut das Geld von Euch allen investiert ist in die Zukunft dieser Kinder:

Wir durften selbst mit eigenen Augen diese Familie kennenlernen und die kleine Ana hat mir letztes Jahr ein Geschenk Ihrer Schülergruppe in die Hand gedrückt.

Vielleicht ist das ja ein guter Anlass jetzt vor Weihnachten für diese Kinder etwas zu tun, wie Sie ja wissen kommt jeder Euro direkt in Ecuador dort an wo die Hilfe nötig ist. Wir oder besser die Kinder in Calderon oder Chillogallo oder Nigeria/Guayaquil danken mit aufrichtigem Herzen.

Unser Spendenkonto falls sie es vergessen haben:

Sparkasse Landshut
IBAN: DE83 7435 0000 0000 0705 05
BIC: BYLADEM1LAH

Ana Lucia  stammt aus Orianga in der südlichen Provinz Loja. Sie wurde am 15. September 2010 geboren und ist das älteste von drei Kindern (heute 8, 6 und 4 Jahre alt).

Ihre Familie zog 2015 - auf der Suche nach einem besseren Leben- in die Hauptstadt Quito. Bis dahin hatte ihr Vater Luis (39) in Orianga in der Landwirtschaft gearbeitet; in Quito fand er keine reguläre Arbeit, weshalb er sich sein Einkommen  „schwarz“ auf dem Bau verdienen musste. Ana Lucias Mutter Isabel (29) ist kognitiv stark beeinträchtigt und kümmerte sich als Hausfrau um die Erziehung der Kinder.

Teresa Jiménez, Pädagogin im Zentrum Laura Vicuña und Nachbarin des Wohnsektors der Familie, informierte die Koordinatorin Rosa Carrera, dass keines der Kinder eine Schule oder Kindergarten besucht.

Ab Oktober 2016 näherte sich Rosy Carrera regelmäßig dem Haus der Familie, um das Vertrauen der Mutter zu gewinnen. Die Mutter lebte in der Furcht ihre Kinder könnten entführt werden, weshalb sie die drei versteckt hielt. Durch konstante Besuche der Koordinatorin gelang es mit Hilfe der Psychologin des Zentrums und einer deutschen Freiwilligen die Mutter davon zu überzeugen, Unterstützung anzunehmen und der damals sechsjährigen Ana Lucia den Schulbesuch zu ermöglich. 

Ein Jahr verspätet [1] und mit einer deutlichen sprachlichen und kognitiven Entwicklungsverzögerung wurde das Mädchen eingeschult. Da das Familieneinkommen zwischen 100 und 200 US$ pro Monat lag (bei einer monatlichen Miete von 80 US$), stiftete die Fundación Don Bosco das Schulmaterial und die Schuluniformen des Mädchens.

Das Mädchen besuchte die Nachmittagsbetreuung mit Nachhilfeunterricht, die das Centro Alegría de Vivir Laura Vicuña anbietet. Ihre Entwicklung wurde kontinuierlich überwacht, wobei deutlich wurde, dass die Entwicklungsverzögerung auf mangelnde Förderung und das schlechte sprachliche Vorbild der Mutter, die zudem an einer Sprachstörung leidet, zurückzuführen war.  Durch Nachahmung lernte Ana Lucia die Wörter nicht korrekt und verstand daher die „Hoch“-Sprache nicht. Mit Hilfe der Förderung und Therapie im Centro Alegria de Vivir lernte sie sich sprachlich auszudrücken und gewann deutlich an Selbstwertgefühl. Insgesamt konnte bei Ana Lucia im Rahmen der Betreuung eine kognitive und sprachliche Grundlage aufgebaut werden, die zukünftige Lernprozesse im Schulsystem ermöglichen und somit den Grundstein für ihre schulische Bildung gelegt haben.

 

 

 

[1] In Ecuador wird mit 5 Jahren eingeschult.

Zurück