Jahreshauptversammlung 2018

Jahreshauptversammlung 2018

 

 

Auch Hilfsprojekte ruhen, wenn man sie nicht anschiebt

 

  1. Jahreshauptversammlung des Vereins Ecuador – Licht + Schatten

 

Was bringt eine junge Frau dazu, sich in einem Benefiz-Verein zu engagieren? „Ich war in Ecuador und hab die armen Kinder erlebt. Ich will etwas für sie tun, aber alleine ... – Ich bin froh, dass ich ihnen über den Verein helfen kann.“ So äußerte sich die frisch gewählte Schriftführerin des Ecuador-Vereins Tabea Urso. Es gibt sie, junge Leute, die sich sozial engagieren. Und der Verein braucht diese Menschen dringend. „Hilfsprojekte sind nicht selbstverständlich und schon gar keine Selbstläufer,“, sagte die Vorsitzende Sissi Pöschl, „was man nicht ständig anschiebt, kommt nicht ins Rollen.“ In ihrem Jahresbericht listete sie auf, wie viele einzelne Aktionen nötig sind, um Kinder aus der Armutsfalle heraus zu holen.

 

Beispielsweise leben in Calderon viele alleinerziehende Mütter. Um arbeiten zu können, sperren sie die Kinder in den oft notdürftig errichteten Hütten ein. So bleiben sie stundenlang sich selbst überlassen, oft auch ohne Nahrung. Hier greift der Kindergarten des Ecuador-Vereins ein. Er bietet Essen, Geborgenheit und sogar eine psychologische Betreuung, denn viele Kinder haben in der problematischen Gegend Gewalt erleben müssen. „Dann kommen die Geschwisterkinder, die haben auch Hunger.“, berichtete Sissi Pöschl. Mehr Mitarbeiter, mehr Räume wären vonnöten. Mit einem Wort, mehr Spendengelder. Auch zu diesem Thema legte die Vorsitzende eine lange Liste vor und es wurde deutlich, wie viel Arbeit darin steckt. Aktionen wie der Wohltätigkeitsball, das Missionsessen, der weihnachtliche Wunschbaum, das Herbert-Pixner-Projekt, aber auch viele Einzelspenden von Firmen, Gruppen und Privatpersonen sind erforderlich, um die Kosten für die laufenden Hilfsprojekte in Calderon, Cillogallo und Guayaquil zu stemmen.

 

Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstands standen Neuwahlen an. Da der zweite Vorsitzende, Rupert Rottmann, und der Kassenprüfer Norbert Zauner ihre Ämter aus Altersgründen niederlegten, mussten neue Kandidaten gefunden werden. Hier kann sich der Verein glücklich schätzen, denn das sollte kein Problem darstellen. Jeweils einstimmig wurden Sissi Pöschl als Vorsitzende, der ehemalige Schriftführer Xavier Carranza als zweiter Vorstand, die Kassiererin Elfriede Einberger, die neue Schriftführerin Tabea Urso sowie Hubert Rottenkolber zum ersten und Laura Föckersperger zur neuen zweiten Kassenprüferin gewählt. Anschließend wurden etliche Mitglieder für ihre 15 Jahre währende Treue zum Verein geehrt (siehe nebenstehender Kasten). Mittels dreier Filme bekamen die Vereinsmitglieder dann anschaulich vorgeführt, wie durch die Spenden Gutes entsteht. Einmal stellte die medial bekannte Hilfsaktion „Sternstunden e.V.“ das Kindergarten-Projekt in Calderon vor, eine wichtige Hilfe für den Verein. Zum anderen berichteten geförderte Stipendiaten über ihre Fortschritte bei der Berufsausbildung, Beispiele für langfristige Erfolge der Benefizarbeit. Im Anschluss informierte die Vorsitzende über die demnächst anstehenden Aktionen. Am 2. September tritt Herbert Pixner mit seiner Band in der Sparkassenarena auf, am 13. Oktober findet der nächsten Wohltätigkeitsball im Bernlochner Saal statt, am 1. Dezember die 11. Weihnachtswunschbaum-Aktion.   (hw)

 

Folgende Mitglieder des Ecuador-Vereins wurden für ihre 15-jährige Mitgliedschaft geehrt:

Dr. Helmut Rausch, Stilla Adler, Ulrike Liebig, Katharina Wackerbauer, Karola Schosser, Fritz und Christl Steidl, Ludwig Kellermann, Gisela Heckmann, Dr. Marina Merk, Bettina Groh, Ursula Dannenberg, Andreas und Eva Löscher, Paul Fischer, Günther und Helene Meyer, Frank Schütze, Josua Shilon, Stefan Bartholome, Petra Glöckl und Irene Kastl

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