Jahreshauptversammlung 2020

Bericht der Landshuter Zeitung

Corona hat viel verändert

 

26. Jahreshauptversammlung des Vereins Ecuador – Licht + Schatten

 

Vier Monate nach dem turnusmäßigen Termin im Mai konnte der Ecuador-Verein dann doch satzungsgemäß tagen. Die Veranstaltung fand in der Tafernwirtschaft Schönbrunn statt. Aber das sind nur zwei von vielen Änderungen, die dem Virus geschuldet sind. Von Masken, Abständen und Ellbogen-Gruß will man gar nicht sprechen. Aber die 25-Jahr-Feier, ein minutiös geplantes Fest, musste abgesagt werden. Benefiz-Veranstaltungen wie Konzerte und der Ball im Herbst entfallen. Die Spenden in diesem Jahr werden weniger. So sieht die aktuelle Lage des Vereins in Landshut aus.

 

Was momentan in Ecuador stattfindet, darüber informierte der 2. Vorstand Xavier Carranza. Für das kleine Land liege eine hohe Anzahl von Infizierten und Toten vor. Da man aber die Tests selbst bezahlen müsse, könne man von einer deutlich höheren Dunkelziffer ausgehen. Zusätzlich herrscht bis heute Quarantäne. Fast die Hälfte der Arbeiter in informellen Jobs verdient derzeit überhaupt nichts. Angestellte erhalten zwar 30 % ihres Lohns per Dekret der Regierung, aber das reicht nicht für Miete und Nahrung. Kindergärten und Schulen sind geschlossen. Damit ist das Hauptklientel des Vereins, die Straßenkinder, nur noch schwer zu erreichen. Die Angestellten vor Ort erhalten zwar immerhin 70% ihrer Gehälter. Sie versuchen auch die Kontakte zu halten und Eltern wie Kindern zur Seite zu stehen. Aber die Ärmsten drohen in ihren Behausungen zu verhungern. Hier hat der Verein Geld für Lebensmittelpakete geschickt, die seither Hunderten von Familien zugute kommen. Dies geschieht im Rahmen der laufenden Projekte in Calderon und Chillogallo. Um so mehr ist zusätzlich Pater Pio auf diese Spenden angewiesen, der sich um Tausende Familien von Bergbauern kümmert. Da Märkte derzeit entfallen, können diese keine Nahrungsmittel eintauschen.

 

Nach den Berichten der Vorstände informierte die Kassenwartin Elfriede Einberger über die Einnahmen und Ausgaben des vergangenen Jahres. Die Sorgfalt ihrer Arbeit wurde von Kassenprüfer Hubert Rottenkolber gelobt. Anschließend wurde der gesamte Vorstand einstimmig entlastet. – Die Ehrung von 42 Vereinsmitgliedern für 15-jährige Treue zum Verein (siehe Kasten) wird virusbedingt postalisch vollzogen. – In der anschließenden Aussprache beantwortete Vorstand Sissi Pöschl Fragen. Sie bedankte sich bei allen Mitgliedern und Spendern, welche auch in schweren Zeiten den Verein unterstützen. Sie brachte die Stimmung unter den Anwesenden auf den Punkt, indem sie sich als dankbar erklärte, das Virus nicht in Südamerika erleiden zu müssen. Von den künftigen Benefiz-Veranstaltungen sei immerhin die Aktion Wunschbaum am ersten Samstag im Advent übrig geblieben. Wie es im neuen Jahr 2021 weitergehe? „Abwarten.“, sagte Sissi Pöschl.

 

Folgende Mitglieder wurden für 15 Jahre Treue zum Verein geehrt:

Manuel Bauderer, Ludwig Bögl, Thomas Deml, Gabriele Dräxlmaier, Franz Eberl, Brigitte Fleischmann, Kilian Forster, Monika Graser-Göttl, Stefan K. Gruber, Ulrich Gummel, Max Hertel, Alexander Hoffmann, Josefine Huber, Sylvia Korber, Karin Lammers, Florian Lang, Petra Lutz, Rudolf Mayer, Ilse Metzger, Günter Müller, Marie-Luise Nickl, Erika Pfeuffer, Günther W. Pfoehler, Erika Proske, Gerd Riffeser, Doris Ruhland, Gabriele Schwabl, Sara Shilon, Rudolf Siglreitmeier, Eva Stegfellner, Peter, Alexa und Gaby Sultanow, Helge Teuscher, Carlo Thränhardt, Stefan Ugrik, Catharina Villhauer, Barbara Wiethaler, Manfred und Biba Willberger-Winhard, Ludwig und Birgit Woidy

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