ECUADOR - Die Situation

Ecuador, ein verhältnismäßig kleiner Staat mit 256.370 km² (das ist in etwa zwei Drittel der Größe Deutschlands), liegt im Nordwesten von Südamerika direkt auf der Äquatorlinie. Dies hat dem Land auch seinen Namen gegeben. Heute leben ca. 16 Mio. Einwohner dort, das jährliche Bevölkerungswachstum liegt bei ungefähr 1,4 %. Obwohl in den letzten Jahren nach offiziellen Angaben die Armutsrate reduziert wurde, ist den Schätzungen entsprechend immer noch mehr als ein Drittel der Bevölkerung stark bis massiv von Armut betroffen. Der Analphabetismus ist zurückgegangen. Allerdings leben heute bereits drei von vier Ecuadorianern in Städten. Das zeigt, dass die Landflucht extrem ist und Städte wie Quito und Guayaquil noch ständig wachsen. Diese Städte bieten aber in der Regel nur primitive Notunterkünfte und so entstehen ständig neue Favelas und Elendsquartiere. Immer noch müssen viele Kinder und Jugendliche auf der Straße leben.

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Hier setzen wir an!

Obwohl der Staat in der Zwischenzeit Kinderarbeit auf der Straße offiziell verboten hat, finden wir immer noch an stark befahrenen Kreuzungen Kinder, die sich als Clown verkleidet mit einfachen Kunststücken ein paar Cent verdienen oder sich durch den Verkauf von Süßigkeiten und Obst über Wasser halten. Die Kriminalität ist längst noch nicht ausgerottet und für viele Jugendliche ist es schöner, in Gangs zusammenzuleben, zur Not zu stehlen, Drogen zu nehmen oder auch nur Klebstoffe und Lösungsmittel zu schnüffeln. Spielen ist für solche Kinder oftmals ein Fremdwort, da sie zum Teil sogar für den Lebensunterhalt der zerrütteten Familien aufkommen müssen. Vielfach herrschen durch Alkoholismus und Gewalt untragbare Zustände in den Familien, Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung und die Kinder flüchten quasi von zu Hause, um irgendwo eine ruhige Bleibe zu haben.

Diese Kinder sind nicht verloren. Mit Ihrer Hilfe können wir ihnen eine Chance bieten, die sie aus eigener Kraft niemals hätten.

Aktuelle Projekte

In unserer über 20jährigen Tätigkeit in Ecuador haben sich letztendlich drei Projektschwerpunkte herauskristallisiert:
Aufgrund der immer noch anhaltenden Landflucht der Bevölkerung sind die Vororte der großen Städte in der Regel Elendsviertel und Zentren der Armut. Dort setzt der Verein seit Jahrzehnten an, um die für Europa nicht vorstellbaren Verhältnisse zu verbessern und der Bevölkerung dort ein menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen. Dazu gehören vor allen Dingen Bildungseinrichtungen, Kindergarten und auch gute, sichere Behausungen.
Alle drei Einrichtungen sind Muster für effektive Hilfe für die Armen Ecuadors und können gerne besichtigt werden. Der Verein finanziert all die Maßnahmen aus den zahlreichen Spenden sowie den vielen Aktivitäten, die der Verein in Deutschland und Landshut entwickelt hat.
Der Verwaltungskostenanteil des Vereins ist praktisch Null. Die Arbeiten werden von den Vereinsoffiziellen alle ehrenamtlich ohne Entschädigung erbracht. Notwendige Verwaltungskosten wie Porto, Telefon etc. werden entweder privat getragen oder über Sponsorspenden finanziert. Somit kann der Verein mit Fug und Recht behaupten, dass der Verwaltungskostenanteil bei Null liegt und jeder Euro ohne jeglichen Abzug in unser Partnerland Ecuador gelangt.